Joel Burghardt 7. April 2022 5 Minuten Lesezeit

Jeder kennt die positiven Aspekte der Suchmaschinenoptimierung, aber hast Du schon einmal vom negativen SEO gehört? Die Gefahr im Netz lauert an vielen Ecken und kann sowohl kleine als auch große Webseiten betreffen.

Der Angriff erfolgt leise und unbemerkt, aber langfristig gesehen sind die Folgen gravierend. Dazu zählen unter anderem Umsatzeinbußen, Trafficverluste und es kann sogar so weit führen, dass ganze Existenzen bedroht sind. In diesem Artikel möchten wir Dir das negative SEO ein wenig näher bringen.

Negatives SEO – Was ist das eigentlich?

Du fragst Dich wahrscheinlich, was mit dem negativen SEO gemeint ist, stimmt’s? Darunter verstehen sich Maßnahmen, die das Suchmaschinen-Ranking fremder Webseiten manipulieren. Diejenigen, welche negatives SEO betreiben, greifen auf verschiedene Methoden zurück, eine davon nennt sich „Bad Neighbourhood provozieren“.

Eigentlich ist hier schon die Rede von gezielten Hackerangriffen. Denn diese Maßnahmen ergreifen in der Regel Konkurrenten aus derselben Branche.

Sie möchten damit gezielt für eine Verbannung der anderen Webseiten aus den Suchmaschinen – Index sorgen. Das hat zur Folge, dass dem Nutzer keine Konkurrenzseiten mehr in den Suchmaschinen angezeigt werden.

Dazu sei gesagt, dass die negative Suchmaschinenoptimierung gegen allerlei Richtlinien von Google & Co. verstößt. Zu diesem Thema aber im nächsten Absatz mehr.

Illegale Vorgehensweise oder rechtliche Grauzone?

Hier lässt sich klipp und klar sagen, dass jede Maßnahme des negativen SEO illegal ist. Nicht nur in der realen (offline) Welt kann es zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen. Auch im Internet werden die Täter zur Rechenschaft gezogen.

Justiz und Opfer stehen hier aber vor einem Problem. Im Internet surfen die meisten Täter anonym, das funktioniert beispielsweise durch den Einsatz eines VPNs.

Für den Fall, dass die Justiz den Täter auf die Schliche kommt, kann es teils zu empfindlichen Strafen führen. Negatives SEO gehört zu den rufschädigenden Tätigkeiten im Internet und ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. Bei einer Verurteilung kann es zu hohen Geldstrafen kommen, selbst ein Gang ins Gefängnis ist nicht auszuschließen.

Nicht nur im strafrechtlichen Bereich kann negatives SEO dem Täter teuer zu stehen kommen, sondern auch mit einer zivilrechtlichen Klage ist zu rechnen. Sollten etwa die Einnahmen eines Online-Shops nachweislich durch die Maßnahmen in den Keller rutschen, kann das Opfer eine Schadensersatzklage einreichen.

Wir sind keine Rechtsanwälte..

..noch haben wir eine juristische Vorbildung. Negatives SEO muss selbstverständlich im Einzelfall immer geprüft werden.

Wie können die Angriffe von negativen SEO aussehen?

Falls Du wissen möchtest, welche Möglichkeiten für negatives SEO im Raum stehen, haben wir die häufigsten Arten einmal aufgelistet.

Das sind die häufigsten Arten von negativen SEO:

Negatives SEO und seine Folgen Spamlinks sind billig Negative SEO
Spamlinks sind billig und öffentlich buchbar.
Hacks

Die oberen Maßnahmen sind alle von außerhalb möglich. Selbstverständlich kann ein Angreifer auch die Webseite hacken und die Metaangabe „nofollow“ oder „noindex“ einfügen sowie die robots.txt Datei abändern. Hier wäre der Fingerprint m.E. höher und damit riskanter.

Diese Tools können negatives SEO erkennen

Im Internet kursieren zahlreiche Tools, um schadhafte Angriffe auf die eigene Seite abzuwehren. Einige davon stellen wir Dir nun vor.

Negatives SEO und seine Folgen Google Disavow ist teurer Negative SEO
Dienstleister zur Entfernung kosten wesentlich mehr Geld.

Die Sicherheit der Webseite erhöhen

Um den Grundstein zur Abwehr gegen negatives SEO zu legen, solltest Du die gängigsten Sicherheitsstandards einhalten. Als erstes heißt es, ein geeignetes Passwort auszuwählen.

Dieses sollte über mindestens 8 Zeichen verfügen, Klein- und Großbuchstaben sowie Sonderzeichen beinhalten. Als Nächstes sollte eine Firewall im Backend integriert werden, welche zukünftige Angriffe unterbindet.

WordPress Firewall & Login verstecken

Die Login-URL zu verstecken bringt nichts. Lieber 2FA verwenden und eine ordentliche Firewall installieren. Hier empfehlen wir die NinjaFirewall.

Ein Backlink – Checker

Wichtig ist es, dass Du Dein Backlink Profil im Auge behältst. Derzeit kursieren einige Spamlinks, die vor allem Bilder hotlinken. Hier zeigen wir, wie Hotlinking vermieden wird. Hilfreich kann LRT – Link Research Tool sein. Diese Software kann Deine Links analysieren und geeignete Maßnahmen dir vorschlagen.

SEO Analysetools

Tools wie Ahrefs.com können Dir schnell aufzeigen, ob und wie auf Deine Website verlinkt wird. So kannst Du einfach die gewünschten Links exportieren und disavowen.
Links zu Deiner Website für ungültig erklären

Das Google Webmaster Tool

Dieses hilfreiche Tool kann Dir per E-Mail eine Warnung senden, sobald es einen Angriff auf die Webseite oder eine manuelle Abstrafung registriert hat. So kannst Du zügig auf Probleme reagieren, welche ansonsten erst zu spät ans Tageslicht kommen.

Negatives SEO – Wie reagiere ich auf einen Angriff?

Du bist Opfer eines negativen SEO-Angriffs? Jetzt gilt es schnell zu handeln, idealerweise suchst Du Dir Hilfe bei einem Dienstleister wie Seybold.de. Durch das Link Risk Management und die Content Spam Protection könnt ihr gemeinsam sofort Gegenmaßnahmen einleiten und den Folgen durch negatives SEO entgegenwirken.

Ralf Seybold im Interview zu negative SEO

Falls Du Opfer eines Linkspam Angriffs geworden bist, lassen sich mithilfe des Google Disavow Tools unerwünschte Links aus den Suchmaschinen entfernen.

Zudem hast Du in der Google Search Console die Möglichkeit bestimmte Domains auszuschließen. Einfach die Domain dort eintragen, von welcher Du in Zukunft keine Verlinkungen mehr wünscht.

Diese Möglichkeit ist im Bereich der Linkspam Angriffe eine der effektivsten und zeitsparendsten Möglichkeiten. Andernfalls müsstest Du die Webmaster der verlinkenden Seiten einzeln anschreiben und darum bitten, den Link zu entfernen. Hier liegt das Problem nicht nur darin, jeden Webmaster einzeln anzuschreiben, sondern darin, das Du auf dessen Mitarbeit angewiesen bist und es oftmals wenig Kontaktmöglichkeiten (vor allem im Ausland) gibt.

Fazit

Die Folgen durch negatives SEO können für einen Webseiten-Betreiber gravierend sein. Es kann zu Einnahmeeinbußen, Trafficverlusten oder der Zerstörung ganzer Existenzen führen.

Die Täter bleiben oft im Hintergrund und können von der Justiz kaum geschnappt werden. Sollte es wider Erwarten dazu kommen, dass der Angreifer entlarvt wird, kann sich dieser auf empfindliche Strafen einstellen. Diese gehen von einer hohen Geldstrafe bis hin zum Freiheitsentzug.

In diesem Artikel haben wir Möglichkeiten von negativen SEO Angriffen vorgestellt. Zusätzlich aber auch die jeweiligen Tools genannt, welche einen gewissen Schutz bieten. Für den Fall, dass Du Opfer eines solchen Angriffs geworden bist, ist es ratsam, so schnell wie möglich einen Fachmann hinzuzuziehen, um die Schäden so gering wie möglich zu halten.

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