Nachdem wir bereits auf die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung eingegangen sind, wollen wir nun etwas konkreter werden und uns mit der OnPage-Optimierung befassen. In den zukünftig folgenden Beiträgen gehen wir dann detaillierter auf

  • die OffPage-Optimierung und
  • die Keyword-Recherche

ein.

OnPage-Optimierung: Was ist das?

Eine gute OnPage-Optierung bildet das Fundament einer guten Suchmaschinenoptimierung. Ohne eine richtig durchgeführte OnPage-Optimierung werden andere SEO-Maßnahmen (z.B. Backlinkaufbau) nicht ihr ganzes Potential entfalten können.

Grob gesagt gehören zu einer OnPage-Optimierung sämtliche Maßnahmen die Du an Deiner Website vornehmen kannst, damit diese von Google und dem Suchenden besser gefunden werden kann. Hierzu gehört im Wesentlichen:

  • Optimierung der URL
  • Optimierung der Title-Tags
  • Optimierung der Meta-Description
  • Optimierung der Zwischenüberschriften
  • Optimierung des Contents
  • Pagespeed-Optimierung
  • Interne Verlinkungen
  • Mobile First

Um Dir das ganze zu verdeutlichen, schauen wir uns nachfolgend die Website von Zalando als konkretes Beispiel an:

onpage-optimierung-url

Optimierung der URL

Die URL einer Website ist erstmal nichts anderes als die Adresse zu dieser Website. Möchtest Du Dir z.B. ein paar neue Schuhe bestellen, gibst Du in die Adresszeile deines Browser beispielsweise www.Zalando.de ein. Zumindest wenn Du weißt, dass es Zalando gibt und das Zalando auch Schuhe verkauft. Von der Zalando-Startseite aus kannst Du dann auf die entsprechende Unterkategorie navigieren.

Alternativ – und hier kommt wieder die Suchmaschinenoptimierung ins Spiel – kannst Du in die Google-Suchleiste „Schuhe online kaufen“ eingeben. Das könnte ein mögliches Keyword sein, was Suchende bei Google eingeben, wenn sie online nach neuen Schuhe suchen.

Sofern nach dem Keyword häufiger gesucht wird führt dies dazu, dass dies ein Keyword sein könnte auf das Zalando seine Unterseite(n) optimieren sollte. Ob die Optimierung auf dieses Keyword Sinn macht oder nicht schauen wir uns in einem anderen Beitrag zur Keyword-Recherche an. Gehen wir zur Veranschaulichung jedoch davon aus, dass es Sinn macht eine Website bzw. die entsprechende Kategorieseite eines Onlineshops auf dieses Keyword zu optimieren. In dem Fall sollte das Keyword u.a. auch in der URL vorkommen, damit Google überhaupt in der Lage ist zu verstehen um was es auf dieser Unterseite geht. Eine mögliche URL könnte beispielsweise sein: www.Zalando.de/schuhe

onpage optimierung url 1 - lightweb-media.de

Natürlich könnte der Pfad zu der Unterseite auch www.Zalando.de/schuhe-online-kaufen genannt sein, allerdings würde dies nicht unbedingt die Produktkategorie des Onlineshops widerspiegeln sondern wäre rein Keyword-getrieben. Insofern ist es zweifelsfrei in Ordnung in der URL die Kategorie etwas allgemeiner zu halten, da es ja noch den Title-Tag, die Meta-Description sowie die sonstigen Bestandteile des Contents gibt, um die Seite auf gewisse Keywords zu optimieren.

Grundsätzlich sollte die URL zu Deiner Website bzw. zu den Unterseiten Keyword-optimiert sein, damit Google Deine Website besser zuordnen kann. Insofern solltest Du URLs wie www.DeineDomain.de/datum/irgendeintext vermeiden und stattdessen www.DeineDomain.de/passendeskeywort bevorzugen.

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Optimierung der Title-Tags

Der Title-Tag Deiner Seite ist aus diversen Gründen relevant. Einerseits teilst Du Google mit um was auf Deiner Seite geht, zum anderen teilst Du aber auch dem Suchenden mit um was es auf der Seite geht und versuchst sein Interesse zu wecken. Insofern gilt es den Spagat zwischen Google als Suchmaschine und dem Suchenden als potentiellen Kunden zu schaffen.

Bleiben wir wieder beim Beispiel von Zalando und einer Person die nach „Schuhe online kaufen“ sucht:

onpage optimierung title tag - lightweb-media.de

Zalando macht es in diesem Fall vorbildlich, da zum einen das Keyword „Schuhe online kaufen“ direkt am Anfang steht. Somit weiß Google um was es hier geht und das Interesse des Suchenden ist auch direkt geweckt, da das Keyword, wonach gesucht wurde, direkt am Anfang steht.

Hinzu kommt, aus Sicht des Suchenden, dass Zalando hier ein „Versprechen“ abgibt, nämlich „Ein Upgrade für deinen Schuhschrank“. Klingt erstmal vielversprechend…

Damit hat Zalando es mit wenigen Worten geschafft einerseits der Suchmaschine mitzuteilen um was es auf der Seite geht und hat gleichzeitig das Interesse des Suchenden geweckt.

Bei der Optimierung des Title-Tag musst Du also dein Haupt-Keyword unterbringen und gleichzeitig das Interesse des Suchenden wecken, damit dieser Deine Seite besucht. Wenn Du beides mit maximal 65 Zeichen schaffst (Länge des Titel-Tag), bist Du schon mal ein gutes Stück weiter bei Deiner OnPage-Optimierung.

Ein Hinweis noch an dieser Stelle

Bei einigen Ergebnissen auf der Suchergebnisseite sieht man immer häufiger Icons wie Häkchen, Herzchen etc. Kann man machen, muss man aber nicht… Abhängig von Deiner Branche kann dies ggf. unseriös wirken. Wenn Du z.B. ein Tattoo-Studio betreibst und hierfür Deine Seite optimieren willst, dann kann man Icons nutzen. Aber auch hier gilt: Die Menge macht das Gift… Wenn Du aber eine Steuerberater-Kanzlei betreibst und Deine Website hierfür optimieren willst, würde ich keinesfalls empfehlen Icons im Titel-Tag oder der Meta-Description zu verwenden. Wenn Du Dich jetzt fragst was die Meta-Description ist, dann machen wir hiermit direkt weiter:

Optimierung der Meta-Description

Die Meta-Description ist der Text, der unter dem Titel-Tag steht:

onpage optimierung meta description - lightweb-media.de

Für die Meta-Description gilt mehr oder weniger das gleiche wie für den Title-Tag, nur das Du hier etwas mehr Zeichen zur Verfügung hast: Nutze die Meta-Description, um dein Haupt-Keyword (und ggf. ein Synonym) unterzubringen und rege den Suchenden dazu an, Deine Seite zu besuchen, beispielsweise indem Du den kostenlosen Versand, Angebote o.ä. erwähnst.

WICHTIG:

  • Die Angaben in der Meta-Description sollten der Wahrheit entsprechen! Gibst Du hier z.B. „kostenloser Versand“ an, den Du tatsächlich aber gar nicht anbietest, führt dies zu einer hohen Absprungrate und kurzer Verweildauer auf Deiner Website, was Google negativ bewertet. Insofern mach in der Meta-Description keine Versprechungen die tatsächlich gar nicht stimmen.
  • Versuche die Suchintention des Suchenden zu treffen. Wenn Du also einen Onlineshop für handgemachte Kerzen betreibst und ein Suchender sucht nach einer Anleitung wie er handgemachte Kerzen selber machen kann, dann sollte er, wenn er das Keyword „handgemachte Kerzen selber machen“ angibt und auf Deiner Website landet auch eine entsprechende Anleitung finden und keine Produktseite auf der er handgemachte Kerzen kaufen kann.

Optimierung der Zwischenüberschriften

Google ist eine Volltext-Suchmaschine. Google braucht also Text(e), damit Google weiß um was es auf deiner Website geht. Ohne Text(e) kann Google deine Website also nicht zuordnen und auch nicht in den Google-Suchergebnissen anzeigen.

Entsprechend brauchst Du themenrelevante Texte auf Deiner Website. Diese Texte solltest Du mit Zwischenüberschriften gliedern. Diese Zwischenüberschriften führen nicht nur beim Leser zu einem besseren Leseerlebnis da der Text in kleinere Abschnitte gegliedert ist sondern sind auch für Google relevant, da Du in die Zwischenüberschriften dein Keyword einbauen kannst.

Hierbei solltest Du nicht den Fehler machen in jeder Überschrift dein Haupt-Keyword zu verwenden. Dies wirkt nicht nur für den Leser merkwürdig sondern Google „mag“ dies ebenfalls nicht…

Verwende beispielsweise auch Synonyme anstelle Deines Haupt-Keywords.

Zudem solltest Du die bewusst werden, was H1-, H2-, H3-Überschriften sind. Eine H1-Überschrift gibt das Hauptthema vor. Entsprechend sollte eine H1-Überschrift nur einmal pro Unterseite verwendet werden. H2-Überschriften sind Unterthemen zu diesem Hauptthema. H3-Überschriften sind Unterthemen zu den H2-Unterthemen. Klingt verwirrend, ist aber simpel. Zur Verdeutlichung ein Beispiel:

  • H1: Migräne: Ursachen und Behandlung
  • H2: Ursachen von Migräne
  • H3: Stress als Auslöser von Migräne
  • H3: Familiäre Veranlagung zu Migräne
  • H2: Behandlungsmöglichkeiten bei Migräne
  • H3: Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten
  • H3: Akupunktur gegen Migräne
  • H3: Entspannungstechniken zur Vorbeugung

Anhand dieser Gliederung weiß Google, dass es bei diesem Text um verschiedene Aspekte bei Migräne geht, wodurch du auch zu verschiedenen „Migräne-Keywords“ ranken kannst. Zudem macht eine solche Gliederung es auch für den Leser einfacher den Text zu lesen.

Optimierung des Content

Content heißt nicht ausschließlich Text. Auch Bilder sind Content… Wenn du Bilder auf Deiner Seite (z.B. einem Ratgeber-Artikel) nutzt, solltest Du auch die Bilder optimieren. Gib dem Bild einen sinnvollen Dateinamen. Auch solltest Du dem Bild ein Alternativtext geben (z.B. ein Synonym zu Deinem Haupt-Keyword) und das Bild beschreiben. Die Bild-Beschreibung ist insbesondere für Menschen mit Sehbehinderung hilfreich und wird angezeigt, sofern ein Bild (warum auch immer) nicht ausgespielt werden kann. Wenn Du im Local SEO versuchst zu Punkten, dann kann die EXIF-Optimierung Deiner Bilder ebenfalls helfen.

Zudem versteht es sich von selbst, dass Du auch im Fließtext dein Haupt-Keyword inkl. Synonym verwendet solltest.

ABER: Betreibe kein Keyword-Stuffing!

Heißt konkret: Vermeide es krampfhaft Keywords in den Text einzubinden. Letztendlich schreibst Du den Text nicht für die Suchmaschine sondern für den Leser! Auch solltest Du SEO-Methoden aus den Anfang-2000er vergessen. Damals war auch noch möglich z.B. am Ende einer Website 100 mal das Haupt-Keyword einzufügen; und zwar: weiße Schrift auf weißem Hintergrund, damit der Leser es nicht sieht aber die Suchmaschine beeinflusst wird. Heutzutage würde dies zu einer sicheren Abstrafung durch Google führen.

Entsprechend der Rat: Lass sowas sein!

Wie Du Texte mit ChatGPT erstellst zeige ich Dir hier. Die Top WordPress ChatGPT Plugins findest Du hier.

Pagespeed-Optimierung

Die Optimierung der Ladezeit deiner Website ist ebenfalls ein wichtiger Ranking-Faktor und gehört in den Bereich der OnPage-Optimierung.

Für das Nutzer-Erlebnis auf deiner Website ist eine schnelle Ladezeit zweifelsfrei wichtig. Die Ladezeit deiner Website kannst du beispielsweise mit Pagespeed-Insights überprüfen. Hier kannst du dir die Ladezeit für deine Website für die mobile Version als auch für die Desktop-Version anzeigen lassen.

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Wichtig ist hierbei: Verrenn Dich nicht in der Optimierung der Ladezeit deiner Website. Bereits ein Wert ab 50 (und mehr) ist vorerst in Ordnung, um bei Google nicht in Ungnade zu fallen. Es ist nicht zwingend erforderlich einen Wert von 100 zu erreichen (aber ganz schön cool)!

Wenn Du die OnPage-Optimierung sowie die OffPage-Optimierung durchgeführt hast, ausreichend themenrelevanten Content auf Deiner Seite hast und dann nicht mehr weißt was Du (außer auf gute Rankings zu warten) noch tun kannst, dann kannst Du Dich um das Finetuning beim Pagespeed kümmern.

Bedenke hierbei immer: Ein guter Pagespeed führt nicht dazu, dass schlechter Content gute Rankings erzielt! Insofern sollte Dein Fokus lieber auf dem Content statt auf dem Pagespeed liegen!

Wie Du den Pagespeed Deiner Website konkret optimieren kannst erfährst Du in einem separaten Blogbeitrag.

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Interne Verlinkungen

Interne Verlinkungen verlinken innerhalb Deiner Website auf andere relevante Seiten und sind sowohl für Google als auch den Seitenbesucher relevant:

Für Google: Einerseits wird der Link-Juice externer Links so auf weitere Unterseiten verteilt, was zu besseren Rankings dieser Unterseiten führen kann. Auch nutzten interne Links dem Google-Crawler, da dieser hierdurch die Seiten besser indexieren kann. Auch wird durch interne Links eine gewissen Themenrelevanz hergestellt, was ebenfalls zu besseren Rankings führt.

Für den Seitenbesucher: Durch interne Verlinkungen werden dem Leser weitere Inhalte zur Verfügung gestellt, die für ihn von Relevanz sein können. Hierdurch erhöht sich die Zeit des Users auf der Website, was das User-Signal verbessert. Google bewertet Deine Website durch die längere Sitzungszeit positiver, was zu besseren Rankings führt.

Für eine verbesserte interne Verlinkungen sowie Website-Strukturierung kannst Du übrigens die Siloing Strategie nutzen.

Mobile First

Mobile First bedeutet in erster Linie, dass Deine Website (auch) für das Smartphone optimiert sein muss! Dies ist dem geschuldet, dass ein Großteil der Websites heutzutage über Smartphones aufgerufen werden. Google weiß das natürlich, sodass Google erwartet, dass eine Website „mobile friendly“ ist.

Berücksichtige bei der Erstellung Deiner Website jedoch auch darauf, dass ein Teil Deiner Seitenbesucher Deine Website nach wie vor über den PC oder Laptop aufrufen, sodass Du diese Zielgruppe nicht vernachlässigen solltest.

Mobile First heißt also nicht Mobile Only! Die Responsivness kannst Du selbst prüfen: Mehr dazu hier.

Fazit

Die OnPage-Optimierung bildet das Fundament Deiner Suchmaschinenoptimierung. Ohne eine gut durchgeführte OnPage-Optimierung wird Deine OffPage-Optimierung niemals ihr ganzes Potential entwickeln können. Insofern solltest sämtlich der oben genannten Maßnahmen durchführen, um bessere Google-Rankings zu erzielen. Erst wenn Du das umgesetzt hast, solltest Du Dich um die OffPage-Optimierung kümmern.

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